Donnerstag, 31. März 2016

SONNENTÄNZER



Titel: Sonnentänzer
AutorAna Jeromin
VerlagCoppenrath
Seiten272
Preis14,95 € [D]

Inhalt

Ein Sommer voller Sonne, Liebe und Mystik
"Und in diesem Moment wusste Kathrin, was passieren würde. Sie sah es in seinen Augen, in dem kleinen Lächeln, dass sich in seinen Mundwinkeln versteckte, und sie schmeckte es in seinem Atem, der sanft über ihre Wangen strich, als er sich zu ihr beugte. 'Ich bereue nichts', flüsterte Táan."
Die 15-jährige Kathrin liebt es, draußen in der Natur zu sein – schon allein deshalb, weil sie ihre halbe Kindheit bei den Haida-Indianern in Kanada verbracht hat. Mittlerweile lebt sie mit ihrer Familie wieder in Deutschland und ist mehr als überrascht, als plötzlich ihr damals bester Freund Táan gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Sigai auftaucht. Schnell ist klar, dass sie nicht gekommen sind, um mit ihr die Ferien zu verbringen. Ehe Kathrin sichs versieht, wird sie von einem unverzeihlichen Fehler in ihrer Vergangenheit eingeholt. Und alles dreht sich auf einmal wieder um die wertvolle Schachtel der Haida, die Kathrin gestohlen hat – nicht ahnend, welche Geister sie damit rief.
Meine Meinung
Sonnentänzer beginnt mir einer Rückblende aus der Sicht der Protagonistin Kathrin, in der man erfährt unter welchen Umständen und warum sie die Schachtel der Haida Indianer mit nach Deutschland genommen hat. Dabei wird sie von ihrem damals besten Freund Táan erwischt, der dieses Geheimnis aber viele Jahre lang hütet. Doch dann steht er plötzlich in Kathrins Küche und hat auch noch seine Zwillingsbruder Sigai dabei.
Kathrin bzw. Kathi oder auch Kate, wie sie von ihren Freunden genannt wird, beschreibt sich als ein 16-jähriges Mädchen, das es nicht ganz leicht hatte in Deutschland Anschluss zu finden. Schuld daran ist der Rabe Xuuyah, dessen Stimme sie seit vielen Jahren in ihrem Kopf hört und dem sie nur laut sprechend antworten kann. Ihre beste Freundin Malin ist seit einiger Zeit mit ihrem Freund Hauke zusammen und Kathi ist verliebt in Haukes Kumpel Pits. Doch als Táan auftaucht, geraten Kates Gefühle mächtig durcheinander.
Táan ist ein sehr, sehr, sehr, sehr, sehr netter Junge und sehr, sehr, sehr, sehr zuvorkommend und hat wirklich einen äußerst weichen Charakter. Ich war einige Male erstaunt wie schnell er der Protagonistin verziehen hat oder sich auf ihre Seite gestellt hat. Ich muss sagen, das war mir ein bisschen zu extrem. Aber die Tugenden des Adlers, der Talisman seines Stamms, haben ihn wohl zu dem geformt, was er jetzt ist: aufrichtig, beständig, ehrvoll und weitsichtig. (vgl. S. 252) 
Die Geschichte an sich hat mir aber gut gefallen. Ich mag es in die Mythen verschiedener Kulturen einzutauchen und deren Legenden näher kennenzulernen. Auch in diesem Buch wird eine der Geschichten erzählt, die den Protagonisten auch helfen die Schwierigkeiten, in denen sie stecken zu lösen. Und die Idee dazu find ich wirklich süß. Hier möchte ich aber nun nichts verraten um keine zu spoilern.
Fazit
Sonnentänzer ist ein netter Zeitvertreib für ein paar Stunden. Da das Buch nicht so dick ist, konnte die Geschichte sich meiner Meinung nach nicht gebührend entfalten und wachsen. Die Worte "Ein Sommer voller Liebe und Mystik", die auf der Rückseite des Buches zu finden sind, finde ich was die Liebe angeht ein bisschen weit hergeholt. 
Etwas, was ich wirklich nicht gerne mag ist, wenn auf dem Klappentext die Protagonistin anders beschrieben wird, als sie es im Buch dann ist. Sei es das Aussehen oder wie hier: das Alter.

Herzlichen Dank an den Coppenrath Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


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