Donnerstag, 29. September 2016

GODDESS OF POISON - TÖDLICHE BERÜHRUNG




Titel: Goddess of Poison - Tödliche Berührung
Autor: Melinda Salisbury
Verlag: bloomoon
Seiten: 345
Preis: 17,99 € [D]
Band I der Goddess of Poison-Reihe

Inhalt

Twylla ist der einsamste Mensch der Welt. Wer kann schon ein Mädchen lieben, das regelmäßig Verbrecher und Verräter durch seine Berührung hinrichtet? Vor der alle erschrocken zurückweichen, sobald sie einen Raum betritt? Sogar der Kronprinz, der ja einmal ihr Mann werden soll, meidet sie. Doch alles ändert sich, als Twylla ein neuer Wächter zur Seite gestellt wird. Mit frechem Grinsen und unangemessenen Bemerkungen zieht der junge Mann alles, woran Twylla geglaubt hat, in Zweifel. Ist ihre Heirat mit dem Prinzen wirklich vom Schicksal vorherbestimmt? Ist sie tatsächlich die Verkörperung einer Gottheit? Und nicht zuletzt: Was hat es mit dem schrecklichen Gift auf sich, das auf alle, außer auf Twylla, eine tödliche Wirkung hat? 

Vielen lieben Dank an den bloomoon Verlag für das Zusenden des Leseexemplars!

Meine Meinung

Zuerst zum Cover, der Grund weshalb ich überhaupt auf das Buch aufmerksam geworden bin. Ich find's fabelhaft! Und in echt sieht diese Glasphiole mit dem Mädchen und den Farben darin noch viel schöner aus.
Dann der Klappentext, der mich echt nicht minder beeindruckt hat. Die Idee, es gäbe ein Mädchen, das immun gegen ein besonderes Gift ist, aber andere nur durch eine Berührung töten kann, finde ich einfach toll! Es ist was ganz Neues, dachte ich mir.
Ja dachte ich mir! Und als ich dann die ersten Seiten hinter mir gelassen habe, war ich irgendwie enttäuscht. Mal wieder hab ich mir von einem Buch zu viel versprochen. Denn es hieß, Twylla sei ein Mädchen aus dem ärmlichen Dorf vor dem Palast des Königs. Sie fällt auf und wird zum Schloss geholt, wo sich herausstellt, dass sie etwas ganz besonderes ist und eine Fähigkeit hat, die sie selbst verabscheut. Und - oh Wunder - das Regentenpaar kann sie auch noch damit erpressen, weil sie ihrer Familie Geld und Essen geben.
Relativ schnell hat sich aber glücklicherweise herausgestellt, dass ich zu früh geurteilt habe. Denn auf diese Fakten wird so gut wie gar nicht mehr eingegangen, vielmehr lernt man endlich Hintergründe kennen und fängt an zu verstehen wie die Königin so drauf ist. Außerdem kommen Lief und auch Merek - im wahrsten Sinne des Wortes - ins Spiel!
Merek ist der Prinz des Königreichs und bereitet sich durch eine zweijährige Reise auf seine Regentschaft vor. Er soll Twylla ehelichen und ist wohl eher abgeneigt davon. Nur recht zögerlich nimmt er Kontakt zu ihr auf und outet sich doch tatsächlich als revolutionierenden Prinzen. Na ja, das ist fast schon zu weit hergeholt, denn eigentlich ist er nur nicht mit der Vorliebe seiner Mutter und ihrer Art der Regierung einverstanden. Die tötet nämlich sehr gerne. Am liebsten - so habe ich das Gefühl - durch Twyllas Hand.
Lief (Twyllas neuer Beschützer) stammt aus dem fernen Tregellan, dem benachbarten und natürlich verfeindeten Königreich. Er ist aufgeschlossen, witzig, nett, charmant, ein Held und verstößt gegen jegliche Etikette. Das kam nicht nur bei Twylla gut an, auch ich habe ihn sofort ins Herz geschlossen und ich konnte mich zwischen ihm und Merek kaum entscheiden. Auf der einen Seite der nette und vernünftige Prinz, der wirklich gute Absichten hat und Sicherheit symbolisiert und auf der anderen Seite Lief, der einem ein Abenteuer verspricht und gleichzeitig auch Gefahr bedeutet. 
Lange plätschert das Kennenlernen von Twylla und ihrem neuen Beschützer so vor sich hin und ich habe schon fast angefangen mich zu fragen worauf das Buch eigentlich hinaus will. Die Ereignisse verstricken sich immer mehr und es kommt endlich zu dem Punkt auf den ich gewartet habe: Das große Unheil! Und ich muss sagen, wie das eingeleitet wurde und wie es ausgegangen ist hat mich überrascht und ich war zufrieden. Einzig und Allein Twylla und Lief... oh maaaaan. Ich will hier gar nicht so viel dazu sagen. Wenn es so weit ist und ihr an dem Punkt angekommen seid, dann denkt an mich und erzählt mir wie es euch damit geht.

Die Tatsache, dass es in diesem Buch aber einen Epilog gibt, in dem auf knapp zwei Seiten die Geschehnisse abgerundet werden, lässt es mich fast lieben! Ihr wisst, es gibt für mich nichts schlimmeres als ewig langes Blabla nach dem großen Ereignis.
Im Epilog hat man von Twyllas Entscheidung erfahren und ich muss sagen es hat mich echt überrascht. Mit diesem Werdegang hätte ich absolut nicht gerechnet!

Fazit

Goddess of Poison ist ein gelungener Auftakt einer Reihe und ich würde mir wünschen, dass in den Folgebänden ein bisschen mehr passiert. Aber dem Ende nach zu schließen kann ich mich wohl auf was gefasst machen und ich freue mich jetzt schon darauf weiter zu lesen.
Für jeden der Lust auf Liebe, eine Protagonistin mit starkem Charakter und ein bisschen neuen Flair hat ist glaub ich hiermit recht gut ausgestattet.

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