Freitag, 10. März 2017

GÖTTERFUNKE. LIEBE MICH NICHT


Autor: Marah Woolf
Verlag: Dressler Verlag
Seiten: 464
Preis: 18,99 € [D]

Inhalt

"Sag das nie wieder, hörst du? Hast du verstanden, Jess?" Seine Stimme klang drohend und seine Augen glitzerten vor Zorn. "Liebe mich nicht."

Eigentlich wünscht Jess sich für diesen Sommer nur ein paar entspannte Wochen in den Rockys. Doch dann trifft sie Cayden, den Jungen mit den smaragdgrünen Augen, und er stiehlt ihr Herz. Aber Cayden verfolgt seine eigenen Ziele. Der Göttersohn hat eine Vereinbarung mit Zeus. Nur wenn er ein Mädchen findet, das ihm widersteht, gewährt Zeus ihm seinen sehnlichsten Wunsch: endlich sterblich zu sein. Wird Cayden im Spiel der Götter auf Sieg setzen, auch wenn es Jess das Herz kostet?


Meine Meinung

Griechische Sagen und Mythologie faszinieren mich, deshalb fiel mir die Entscheidung in der Buchhandlung auch wirklich nicht schwer. Was ich erwartet habe und was ich bekommen habe, waren dann am Ende aber doch eher zwei unterschiedliche Sachen. Nicht im Sinne der Mythologie, aber wie sie in die Geschichte verwoben wurde war nicht hundert prozentig mein Ding.
Jess und Robyn sind auf dem Weg in ein Feriencamp für vermögende Leute, in dem die Jugendlichen Kurse, wie Klettern, Fechten, Theater oder Altgriechisch, besuchen müssen. Die beiden Mädchen sind allerbeste Freundinnen, während Robyn im Camp ihren Freund Cameron erwartet, ist Jess noch solo unterwegs und will, dass das auch erst Mal so bleibt. Ihr bester Freund Josh ist ebenfalls im Camp und verschwindet am Anfang der Geschichte irgendwie auch ins Nirvana und taucht erst in der Mitte des Buches wieder auf, was ich etwas seltsam fand. 
Im Camp trifft die Protagonistin dann auch prompt auf Göttersohn Cayden, in den sie sich rein vom Äußerlichen her auch sofort verliebt. Dieser ist unterwegs mit seinen Cousin Apoll und seiner Cousine Athene.
Aufgrund des Klappentextes weiß der Leser bereits, dass Cayden ein Gott ist und Apoll und Athene somit auch diesem Geschlecht angehören müssen. Leider weiß nur die arme Jess noch nichts von ihrem Glück. Sie hat aber circa die halbe Buchlänge Zeit dazu, das herauszufinden, was für den Leser leider schon offensichtlich ist. Zum Glück passiert so einiges in dieser Zeit, sonst hätte ich das Buch vor Langeweile womöglich zugeschlagen und nicht mehr geöffnet. Wieso schon auf der Buchrückseite verraten wird, was die Protagonistin selbst erst herausfinden muss kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Somit war für mich der Schwerpunkt falsch gesetzt. Ich finde es ging mehr darum, dass Jess herausfindet was "komisch" an Cayden ist und weniger darum, dass der Göttersohn seine Vereinbarung mit Zeus erfüllt. Denn diese Wette hat mich meist nur verwirrt und ich bin gespannt, ob es da im zweiten Teil ein wenig mehr dazu gibt...
Gut gefallen hat mir, dass einige griechische Sagen erläutert wurden und am Ende auch mit der Geschichte zu tun hatten. Das hat dann auch wirklich Spannung aufgebaut und ich konnte mit Jess, Cayden, Apoll und Athene mitfiebern. Das Ende selbst ist auch wirklich gut und da konnte ich kaum die Hände vom Buch lassen. Das hat mich den etwas zähen Anfang auch gleich vergessen lassen!

Fazit

Alles in Allem ist "Götterfunke. Liebe mich nicht" ein absolut angenehm zu lesendes und unterhaltsames Buch. Es gibt Charaktere, die einen neugierig machen, welche, die einen wütend machen und manche, die man einfach nur gern haben kann. Sagen und Mythologie spielen eine Rolle, auch wenn es für mich da etwas an der Umsetzung hapert. 
Ich freue mich trotzdem auf Band II "Götterfunke. Hasse mich nicht", der laut Leseprobe im Buch im September 2017 erscheint.

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