Freitag, 22. Juli 2016

DIE BANNWALD TRILOGIE - SCHWACHER ANSTIEG, RASANTES ENDE?

Hallo!

Vor kurzer Zeit habe ich Sternenwald beendet und damit eine Trilogie abgeschlossen, bei der ich absolut nicht weiß, was ich denken soll. Während des Lesens schwankte ich zwischen genervt sein, Spannung pur, Tränen in den Augen, Entspannung und Freude.

Ganz allgemein: Die Trilogie besteht aus drei Büchern, deren Länge zwischen 300 und 400 Seiten liegt und ist im Fischer Jugendbuch Verlag erschienen. Bannwald ist der erste und kürzeste Teil, darauf folgt Blutwald und abschließend Band III: Sternenwald


 Die Protagonistin Robin gehört zu dem Stamm der Leonen. Diese haben erschaffende Fähigkeiten und arbeiten mit weißer Magie. Neben diesen gibt es noch viele andere Sternenvölker, auf die zu meinem Bedauern nur im dritten Band leicht eingegangen wird. Die Tauren, zu denen der geheimnisvolle Emilian und der Bösewicht Birkaras gehören, haben die Fähigkeit allein mit einem Gedanken zu töten, zu quälen, Schmerzen zu verursachen. Dieser Stamm unterdrückt die Leonen und bindet sie an Regeln. Werden diese nicht befolgt, stirbt man. Wie es nicht anders sein kann, verlieben sich Emilian und Robin ineinander und bringen damit eine ganz große Sache ins Rollen. Im Laufe der anderen beiden Bücher durchleben sie ein Auf und Ab. Während man im ersten Band besonders Robins Stamm kennenlernt, so erfährt man in Blutwald einiges über die Tauren. In Sternenwald hingegen lernt man die Aries näher kennen und erfährt durch eine ganz bestimmte Person endlich mehr über das ganze System der Stämme.


Wie im Einleitungssatz bereits erwähnt durchlebte ich ein Wechselbad der Gefühle. 

Bannwald hatte ich schnell durch und als ich fertig war, stand ich vor einem Nichts. Das Setting ist irgendwie komisch. Die Leonen und die Tauren leben im Wald. Während die Leonen wie im Mittelalter in Lehmhütten leben und Abgaben an die Tauren liefern müssen, verbringen eben jene ihr Leben in großen Villen (mitten im Wald!) und haben die Stadt, die dortigen Firmen und die in der Stadt wohnenden Menschen unter Kontrolle. Ansich nichts, was mich verwirren oder stutzen lassen sollte. Nur leider wurde in dieser Reihe so vieles nur angeschnitten und für mich nicht intensiv genug behandelt, als dass ich es wirklich glauben und nachvollziehen könnte. Es war einfach nicht authentisch.

Blutwald beginnt gleich nach dem Ende des ersten Teils. Definitiv eine super Sache. Wäre da nicht Robin, die absolut nicht mit der Situation umgehen kann. Gefühlt alle 5 Seiten rennt sie in den Wald und will alleine sein. Gefühlt alle 5 Seiten kommt ihr bester Freund Laurin, der sich unglaubliche Sorgen um sie gemacht hat und sie drängt sich um den Stamm zu kümmern. Gefühlt alle 5 Seiten hat sie die Verbindung zur Natur verloren, aber nein doch nicht ganz, ein bisschen was spürt sie noch oder vielleicht auch nicht? Ich muss ehrlich und ganz direkt sagen: Das war mir zu viel, zu nervig. Als Robin diese Phase aber endlich überstanden hatte, ging es mit der Geschichte und meiner Lesefreude bergauf! Es war so interessant die Tauren und Birkaras kennenzulernen. Den einen oder anderen Schockmoment gab es in diesem Band auf jeden Fall.

Auch Sternenwald setzt gleich an dem Punkt an, an dem der zweite Band aufhört. Insofern war ich super froh, dass ich alle Bücher hintereinander lesen konnte. Dieses Buch ist gekennzeichnet durch die Aries - ein weiterer Stamm der Sternenvölker. Robin begibt sich mit zwei Gefährten auf den Weg, um endlich eine Lösung für die Unterdrückung der Leonen zu finden. Aber auch um zu erfahren, wie sie ihr eigenes Leben retten kann. Was als spannendes Finale begonnen hat, konnte ich mich leider nicht ganz vom Hocker reißen. 

Um ein Fazit zu ziehen: Die Geschichte steigert sich zwar von Buch zu Buch, bleibt für mich aber leider doch etwas undurchsichtig. Ich liebe Emilian, aber mit Robin bin ich nie ganz warm geworden. Laurin hat mich am Anfang einfach nur genervt, doch die Entwicklung die er durchmacht ist super und realistisch.
Leider ist die ganze Welt, in der die Sternenvölker leben, für mich nicht intensiv genug beschrieben  und erklärt worden. Dadurch erscheint mir die Geschichte zu wenig durchdacht.

Alles in Allem bin ich aber sehr froh die Bücher gelesen zu haben, denn die Idee hinter der Geschichte gefällt mir ziemlich gut, sie hätte einfach intensiver behandelt werden müssen um mich vollends zu überzeugen!

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