Mittwoch, 1. März 2017

ALLES, WAS ICH SEHE - #JdKöKi


Autor: Marci Lyn Curtis
Verlag: Königskinder
Seiten: 432
Preis: 18,99 € [D]

Inhalt

Maggie hasst ihr neues Leben als Blinde. Sie will keine tapfere Kranke sein, und auf Unterricht von anderen Blinden kann sie gut verzichten. Nach einem missglückten Streich passiert es: Sie kann wieder sehen! Nur einen Ausschnitt der Welt, genauer: einen zehnjährigen Jungen namens Ben. Mit Hilfe des altklugen und hinreißenden Jungen scheint sie einen Teil ihres alten Lebens zurückzubekommen. Und Bens großer Bruder Mason ist Sänger in Maggies Lieblingsband. Und ziemlich attraktiv. Doch er lässt sie abblitzen, weil er denkt, dass Maggie ihre Blindheit vortäuscht – was ja irgendwie stimmt.
Dann kommt heraus, warum sie ausgerechnet Ben sehen kann.


Herzlichen Dank an den Verlag für das Bereitstellen der Lektüre!

Meine Meinung

Maggie hat einen sehr direkten aber herzlichen Charakter. Ihr Sarkasmus und ihre Ehrlichkeit hat mir sehr gut gefallen. Der Sarkasmus hat dem Buch eine witzige Note verpasst und die Ehrlichkeit hat mich als Leser wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht: Maggie ist blind. Nicht von Geburt an, sondern durch eine Hirnhautentzündung. Die Lektüre beginnt etwa 6 Monate nach ihrer Erkrankung und die damit erfolgende Erblindung. Maggie hat ihre Situation noch nicht wirklich akzeptiert und versucht durch den Sarkasmus ihre Gefühle zu äußern. Dass sie die Leute damit vor den Kopf stößt, ist ihr bewusst und ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass es manchmal genau das ist was die Protagonistin wollte. Wenige Menschen, so zum Beispiel Ben, ihr Opa, Clarissa und Hilda ließen sich von Maggies Art aber nicht abschrecken. Ben selbst ist ein ziemlich witziger Typ, der für sein Alter die Nase ziemlich hochträgt. Nicht im negativen und arroganten Sinne, sondern weil er einfach ein krasses Selbstbewusstsein für seine 10 Jahre und sein Handicap hat. Dies liegt mitunter an seiner Mutter Mrs. Milton und seinem Bruder Mason, die immer an ihn glauben und ihn in allem unterstützen aber auch gleichzeitig notwendige Grenzen ziehen. Maggies Opa ist eigentlich auch ein ziemlich cooler Typ, der immer für sie da ist und ihr hilft wo er kann, ohne es die Protagonistin spüren zu lassen. Clarissa ist ein Mädchen aus der neuen Schule für Blinde und hat schon seit ihrer Geburt kein Augenlicht. Sie ist insgeheim ziemlich taff und ziemlich cool, finde ich. Und die Liebe zu den Loose Cannons verbindet die beiden Mädchen. Hilda ist Maggies "Blinden-Lehrerin" und versucht der Protagonistin in den ersten Monaten zu helfen mit dem blind sein zurecht zu kommen. Dass Maggie das eigentlich gar nicht will ist jedem klar, denn sie ist in diesen Stunden ziemlich stur und arbeitet nicht mit. Schön fand ich es, als man im Laufe der Geschichte gemerkt hat, wie sich Maggies Bewusstsein zu ihrer Krankheit geändert hat und sie sich selbst somit auch verändert hat. Sie schafft es, die kaputte Beziehung zu ihrer Mutter anzusprechen und auch mit ihrem Vater wieder richtig zu kommunizieren.
In was die Begegnung von Ben und Maggie mündet und wie im Laufe des Buchs alle Fäden immer mehr zusammenkommen, hat mir sehr gut gefallen! Auch die Idee, weshalb Maggie nun genau Ben sehen kann, hat mich am Ende zu Tränen gerührt und ich habe mich selbst nur an den kleinen Faden Hoffnung geklemmt, an den sich Mason, Mrs. Milton und Maggie selbst auch gehängt haben.

Fazit

Alles in Allem ist Alles, was ich sehe ein Buch mit einem grandiosen Plot, einer witzigen und authentischen Protagonistin und interessanten Nebendarstellern. Die Spannungskurve war vielleicht etwas flach und hat mich deshalb nicht dazu angehalten das Buch nicht mehr aus der Hand legen können. Aber vor jeder Zugfahrt und auch daheim habe ich mich immer darauf gefreut weiter zu lesen.

Also: Ein sehr amüsantes Buch über Freundschaft und den Ernst des Lebens!

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